Samaki. Fischzuchten in Tansania





Enactus RWTH Aachen: Samaki

Das Projekt „Samaki“ ermöglicht es Menschen in Tansania ohne Vorkenntnisse eine einfache Fischzucht zu betreiben. Diese kann durch den Einsatz einer kostengünstigen Solaranlage unabhängig vom Stromnetz unterhalten werden und durch den Verkauf der Fische kann ein zusätzliches Einkommen erwirtschaftet werden.

Need

Über 10% der Weltbevölkerung leiden an Hunger. Besonders Menschen auf dem Land und Frauen und Kinder sind davon betroffen. Auch in Uganda mangelt es vielen an einer ausgewogenen Ernährung, 25,5% der Bevölkerung wird als unterernährt eingestuft.
Hier setzt unser Fischzuchtprojekt „Samaki“ an. Die von uns entwickelte Fischzucht kann unabhängig von Stromnetz und fliesendem Wasser und ohne große Vorkenntnisse betrieben werden. Somit wird eine Chance eröffnet, Menschen die durch die fehlende Anbindung ans Stromnetz eingeschränkt sind, zu Fischzüchtern auszubilden. Dadurch kann einerseits die Ernährung verbessert und zum anderen, durch den Verkauf des überschüssigen Fisches, ein zusätzliches Einkommen erwirtschaftet werden.

Concept

Die Fischzucht-Anlage haben wir an der RWTH Aachen entwickelt und getestet. Sie basiert auf dem Prinzip eines rezirkulierenden Aquasystems (RAS). In einem Fischtank werden die Fische der Gattung Tilapia gezüchtet. Angeschlossen wird der Tank an eine biologische Filteranlage und ein Satzbecken, wodurch sämtliche Schadstoffe herausgefiltert werden. Unser Filter besteht unter anderem aus Sand, Kohle und einem Moskitonetz, also Materialen die lokal für wenig Geld verfügbar sind. Außerdem besitzt die Fischzucht ein Solarsystem das genügend Energie liefert, um eine Pumpe anzutreiben, wodurch der Wasseraustausch und die Sauerstoffversorgung durch die „Umwälzung“ sichergestellt werden kann.
Um die Menschen optimal auf ihre neue Aufgabe vorzubereiten und nachhaltig zu schulen haben wir anschauliche Lehrmaterialien und Workshops entwickelt.

Status Quo

Im April 2015 errichteten wir die erste Fischzucht in Kawe, einem kleinen Dorf in der Nähe von Daressalaam in Tansania. Ramensiana, einer Mutter von mehreren Kindern vermittelten wir das nötige Know-how, um die Fischzucht zu betreiben und somit ihre Lebenssituation und die ihrer Familie zu verbessern. Durch diese Anlage haben wir bewiesen, dass unser Konzept trotz schlechter Voraussetzungen und extremen Umwelteinflüssen funktioniert. Ramensiana betreibt nun seit knapp einem Jahr ihre eigene Fischzucht mit Erfolg.

Im Februar 2016 haben wir uns mit dem Tilapia Niederrhein e.V. zusammengetan, um unser Projekt weiter voranzutreiben und eine dauerhafte Betreuung vor Ort zu gewährleisten. Unser Partner betreibt in Uganda bereits ähnliche Fischzuchten, bei denen jedoch ein Anschluss zu fließendem Wasser Voraussetzung ist, da ein Teich angelegt wird, der von abgezweigtem Flusswasser zirkuliert wird. Unsere Anlagen sind also eine perfekte Ergänzung zu den Teichen des Tilapia Niederrhein e.V.. Aus diesem Grund haben wir auch unseren Projektfokus auf Uganda gelegt.

Outlook

Auf Grund des großen Marktpotentials und des Erfolgs unserer ersten errichteten Fischzucht planen wir dieses Projekt weiter zu verbessern. Durch größere Anlagen können wir bei niedrigen Kosten einen höheren Umsatz erwirtschaften und somit den Gewinn vergrößern. Ramensiana soll nicht die einzige Person bleiben, die in Tansania mit unserem Konzept großen Erfolg hat. Wir wollen unsere Fischzucht gemeinsam mit unserem Partner Tilapia Niederrhein e.V.  im ganzen Land verbreiten und mehr Menschen helfen. Aktuell haben wir auf Betterplace.org eine Crowdfunding Kampagne, um im April weitere Fischfarmen in Uganda aufzubauen. Hier finden Sie unsere Kampagne und weitere Informationen.

Kontakt: gang.lu (at) rwth.enactus.de


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