Generation Pflege. Fachkräftemangel im Pflegesektor





Enactus Mannheim: Generation Pflege

Mit Generation Pflege gehen wir ein Problem von nationaler Relevanz an, das zukünftig noch zunehmen wird: den Mangel an Pflegefachkräften.

Die Projektidee im Kontext

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Fachkräfte im Pflegesektor aber nicht zu, sondern ab: Bis zum Jahr 2030 werden deutschlandweit 150.000 Pflegefachkräfte fehlen. Was kann man tun, um das Problem zu entschärfen?

Die Zielsetzung

Das Projekt Generation Pflege verfolgt das Ziel, den anstrengenden und gesellschaftlich unzureichend anerkannten Pflegeberuf wieder attraktiver zu machen. Dabei sollen sowohl die Arbeitsbedingungen vor Ort als auch die gesellschaftliche Anerkennung verbessert werden.

Projektbeschreibung

Mit Hilfe eines Drei-Säulen-Konzeptes möchte das Team von Generation Pflege die schwierige Situation im Pflegesektor
verbessern. Als erste Säule des Projekts erleichtern Workshops, zum Beispiel zum Thema psychiatrische Erkrankungen, den Pflegealltag. Sie werden von Studierenden der Pflegepädagogik angeboten, die dadurch ihre didaktischen Fähigkeiten trainieren können. Die Pflegekräfte entwickeln ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse ihrer Patienten und den Umgang mit ihnen. Das erleichtert den Arbeitsalltag.

Die zweite Komponente ist der so genannte Pflegetag. Ziel ist es, nicht nur junge Menschen für den Beruf zu gewinnen,
sondern auch das Ansehen dieser Berufsgruppe in der Gesellschaft zu steigern. 14- bis 16-jährige Jugendliche begleiten beim Pflegetag einen Tag lang Pfleger bei der Arbeit und verarbeiten in einer abschließenden Diskussionsrunde ihre Eindrücke. Auch ein Ausbildungsplatz konnte hierdurch bereits erfolgreich vermittelt werden.

Die dritte Säule, CareFirst, soll Pflegekräfte nachhaltig entlasten. Hier arbeitet Generation Pflege mit der IHK Mannheim
zusammen, um Schulabgänger schon vor Ende der Schulzeit gezielt mit Pflegeeinrichtungen zu vernetzen. Die   Schulabgänger unterstützen nach ihrem Schulabschluss Pfleger in Vollzeit über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten. Sie übernehmen Aufgaben der Betreuung und der emotionalen Stabilisierung der Pflegebedürftigen. Dabei entlasten sie nicht nur Pflegekräfte sondern lernen auch wichtige soziale Kompetenzen für die Berufswelt.

Fakten und Effekte

Mit Hilfe von Workshops erweitern Pflegekräfte ihr Wissen über den Umgang mit Senioren, was den Pflegealltag erleichtert. Bei „Pflegetagen“ lernen rund 100 Schülerinnen und Schüler den Arbeitsalltag in Altenheimen und Krankenhäusern besser kennen. Mit Hilfe von Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Pflegeeinrichtungen werden Pflegekräfte entlastet, indem Schüler nach ihrer Schulzeit ehrenamtlich in Pflegeeinrichtungen tätig sind.

Zuerst erschienen bei unserem Medienpartner enorm.
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Infos zum Team: www.unimannheim.enactus.de


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