TU München gewinnt den World Cup in Mexico!

am 9. Oktober 2013 · Abgelegt in News

Schon wieder Weltmeister: Deutschland auf Platz 1 beim Enactus World Cup 2013 in Mexiko

Weltweit Lebenschancen verbessern

Köln/Cancún, 9. Oktober 2013 – Das Enactus-Team der Technischen Universität München hat den World Cup von Enactus gewonnen, der in diesem Jahr in Cancún (Mexiko) stattgefunden hat. Die Münchener begeisterten am 1. Oktober die mit über 400 internationalen Unternehmensvertretern besetzte hochkarätige Jury – vor allem mit dem Projekt EinDollarBrille. In Cancún traten Teams von Enactus aus allen Kontinenten mit Projekten an, in denen sie mit unternehmerischen Ansätzen gesellschaftliche Probleme angehen. Rund 1.000 Studierende nahmen an der Veranstaltung teil.

Am zweiten Tag des Wettbewerbs setzten sich die Münchener im Finale gegen Teams aus Großbritannien, Nigeria und Puerto Rico durch, insgesamt nahmen in diesem Jahr Vertreter aus 36 Nationen teil. Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit gelang es damit einem Team aus Deutschland, den Enactus World Cup für sich zu entscheiden. 2011 hatte sich das Team der Universität Regensburg in Malaysia den ersten Platz gesichert.

Brillen für einen Dollar

Das 2009 gegründete Team der TU München präsentierte in Mexiko zwei internationale Projekte. Weltweit leiden über 150 Millionen Menschen unter einer unbehandelten Sehschwäche, sie können deshalb nicht lernen, arbeiten oder für ihre Familie sorgen. Hier setzt das erste Projekt an: EinDollarBrille findet in enger Zusammenarbeit mit dem EinDollarBrille e.V. (www.eindollarbrille.de) statt. Zum Einsatz kommt die vom Gründer des Vereins, Martin Aufmuth, erfundene EinDollarBrille, die von ihm entwickelte Technik zu deren Herstellung. Aufmuth hat eine Biegevorrichtung erfunden, die es ermöglicht, aus einem Draht und Gläsern eine Brille für rund 1 USD zu produzieren. Auf der Grundlage dieser Erfindung haben die Enactus-Studierenden passende lokale Geschäfts-, Ausbildungs- und Finanzierungsmodelle weiterentwickelt: In Einsätzen vor Ort haben sie Menschen zu Kleinunternehmern ausgebildet, die Brillen für den lokalen Markt herstellen, und so eine Existenzgrundlage für sie geschaffen. 2013 hat das Team dazu Ausbildungsrunden in Burkina Faso, Ruanda und Bolivien durchgeführt. Von dem EinDollarBrille-Projekt profitieren sowohl die Menschen, die dank der Sehhilfe wieder arbeiten oder am Schulunterricht teilnehmen können als auch diejenigen, die nun als Unternehmer ein Auskommen finden. Mit dem zweiten Projekt Beeconomy haben die Studierenden aus München das Einkommen von Imkern in Burkina Faso verbessert, unter anderem mit Hilfe eines gleichnamigen Spiels, das mit Piktogrammen ökonomische Grundlagen der Honiggewinnung vermittelt, ohne dass dafür Lese- oder Schreibkenntnisse notwendig sind.

Weltweite Ausdehnung des Projekts im internationalen Enactus-Netzwerk

„Wir sind immer noch überwältigt von dem Erfolg des EinDollarBrille-Projekts beim World Cup und erwarten jetzt, dass es einen Riesenschub bekommen wird“, sagt der 23 Jahre alte Kai Hübner, einer der drei Teamleiter von Enactus München, der an der TU eine Kombination aus BWL und Elektrotechnik studiert. Hübner und die rund 20 in Cancún anwesenden Teamkolleginnen und -kollegen haben dort bei Enactus-Teams aus der ganzen Welt für ihre Idee geworben. „Wir haben am Rand des Events viele Partnerschaften geknüpft, mit Teams aus verschiedenen afrikanischen Ländern, aber auch mit den mexikanischen Gastgebern. Wahrscheinlich wird das das erste weltweite Enactus-Projekt werden. Das macht unser Team sehr stolz“, berichtet Hübner.

Rolle der Unternehmenspartner

An ähnlichen sozialen oder ökologischen Projekten arbeiten in ganz Deutschland 41 Teams von Enactus mit unternehmerischen Methoden: Sie identifizieren Herausforderungen und Ziele, analysieren Rahmenbedingungen, entwickeln Konzepte für den Wissenstransfer und unterstützen so Menschen dabei, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Ziel ist es jeweils, mit solchen Ansätzen die Welt im Kleinen zu verbessern. Der studentische Nachwuchs lernt auf diese Weise in der Praxis, was unternehmerische Verantwortung bedeutet. Dabei werden die studentischen Teams von Unternehmen unterstützt. Sie finanzieren die Landesorganisation, die dadurch erst in der Lage ist, die Teams in Deutschland langfristig zu qualifizieren und so die Qualität in den Projekten zu sichern. Mitarbeiter der Partnerunternehmen von Enactus wirken zudem als Ratgeber in den Projekten und sorgen so mit ihrer Erfahrung für mehr Wirkung. In Cancún fieberten Unternehmensvertreter von Bayer, Evonik, KPMG und Siemens mit dem Enactus-Team aus München mit.

 

Über Enactus international

In der Non-Profit-Organisation Enactus engagieren sich weltweit rund 62.000 Studierende, 1.600 Hochschulen und 440 Unternehmen in 37 Ländern. Damit ist Enactus das größte Netzwerk dieser Art. Die Enactus Studierenden führen mit Hilfe unternehmerischer Methoden Projekte durch, um die Lebensqualität und den Lebensstandard von Menschen nachhaltig zu verbessern. Dabei werden sie von Partnerunternehmen und -hochschulen unterstützt. Zentrale Veranstaltungen der politisch und konfessionell neutralen Initiative sind die jährlich stattfindenden Landeswettbewerbe und der World Cup, an dem die jeweiligen Gewinnerteams der nationalen Wettbewerbe teilnehmen. Enactus wurde 1975 als „SIFE“ in den USA gegründet und hat sich im September 2012 weltweit umbenannt.
www.enactus.org

Über Enactus in Deutschland

Enactus gibt es in Deutschland seit 2003, die Organisation ist mittlerweile an 41 Hochschulen vertreten. Derzeit unterstützen 30 Unternehmen Enactus in Deutschland als Förderer, darunter 1&1, AIG, Bahlsen, BASF, Bayer, Bertelsmann, Boehringer Ingelheim, BP, Carl Zeiss, Lufthansa, Deutsche Telekom, Evonik, Ferrero, Freudenberg, Haniel, KPMG, Mercedes-Benz Bank, Metro Group, Peek & Cloppenburg, SAP, Siemens und Talanx. Enactus bietet ihnen laufend die Möglichkeit, sich in zahlreichen Projekten sowie bei den zentralen Events der Organisation zu engagieren. Enactus wird von den Medienpartnern enorm, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Personalwirtschaft unterstützt.
www.enactus.de

Kontakt

Enactus e.V.
Geschäftsführerin
Petra Lewe
Telefon: 0221 2073 1550
E-Mail: info@[at]enactus.de

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