Team der Universität Mannheim beim SIFE World Cup 2012

Studierende aus Mannheim präsentieren ökologische und soziale Projekte in Washington

am 24. Juli 2012 · Abgelegt in News

Köln, 24. Juli 2012 – Überall auf der Welt arbeiten SIFE-Teams unentgeltlich mit ihrem an den Hochschulen erworbenen Know-how an aktuellen sozialen oder ökologischen Projekten. Ziel ist es dabei, mit Businessmethoden wirtschaftlichen Nutzen für andere zu schaffen. Teams aus aller Welt messen sich beim SIFE World Cup, dem internationalen Wettbewerb der Organisation, der in diesem Jahr vom 30.9. bis zum 2.10. in Washington, D.C., stattfindet. Er wird mit 3.000 Teilnehmern der größte in der Geschichte des internationalen Netzwerks werden. Das Team der Universität Mannheim vertritt in diesem Jahr Deutschland beim SIFE World Cup.

In ihren Projekten identifizieren die SIFE-Teams Herausforderungen und Ziele, analysieren Rahmenbedingungen und entwickeln Konzepte für den Wissenstransfer. So schaffen sie Unabhängigkeit für diejenigen, die von den Projekten profitieren. Unternehmenspartner von SIFE spielen dabei eine wichtige Rolle. Ihre Mitarbeiter engagieren sich zum einen als Berater (Business Advisors) in den Projekten der Organisation, zum anderen finanzieren sie mit ihren Beiträgen die Organisation. Das Mannheimer Team ist eines von 43 SIFE-Teams an deutschen Hochschulen und führt aktuell 13 verschiedene Projekte durch. Mit „Generation Pflege“ zum Beispiel möchte das Team Pflegeberufe bekannter machen und die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern. Für „doppel klick“ haben die Mannheimer Computer- und Internetkurse für Senioren in einem Train-the-Trainer-System konzipiert. Beim Projekt „Pfrimmilli“ arbeiten die Studierenden mit der Lebenshilfe Worms zusammen. Die Lebenshilfe Worms betreibt Werkstätten für Menschen mit geistiger Behinderung, in denen diese unter anderem in Handarbeit hochwertige Feinkostnudeln herstellen. Die Mannheimer Studierenden führten Anfang 2011 eine Marktanalyse für das Produkt durch und kalkulierten einen neuen, höheren Preis. Zudem schufen sie die unverwechselbare Marke „Pfrimmilli“, ein aus dem Flussnamen „Pfrimm“ und dem italienischen Namen für Spiralnudeln („Fusilli“) zusammengesetztes Kunstwort. Die Pfrimm ist ein Fluss, der bei Worms in den Rhein fließt. 50 Cent, die auf jede Packung aufgeschlagen werden, fließen in die Renaturierung des begradigten Gewässers. Das SIFE-Team verbesserte das Design für die Nudelverpackung, sorgte für lokale PR und organisierte Verkaufsaktionen. Schließlich führten die Mannheimer Studierenden Workshops zu den Themen Marketing und Datenmanagement für die Lebenshilfe durch, um den wirtschaftlichen Erfolg von „Pfrimmilli“ nachhaltig zu sichern. Das bisherige Ergebnis: Der Verkauf der Nudeln ist dank der SIFE-Initiative von 20 auf 200 Packungen pro Monat gestiegen, es wurden rund 5.000 Euro Umsatz erzielt. Das Projekt unterstützt so die Teilhabe an der Arbeitswelt sowie die persönliche Entwicklung von Menschen mit Behinderung und leistet zugleich einen wichtigen
ökologischen Beitrag für die Region.

Beim Landeswettbewerb 2012 hatte zunächst das Team der Universität zu Köln den ersten Platz erzielt. Beim anschließend routinemäßig durchgeführten Audit der Projekte der beiden top platzierten Teams zeigten sich jedoch Schwächen in der Dokumentation des Kölner Teams. Im Einklang mit den internationalen SIFE-Regeln rückte daraufhin das zunächst zweitplatzierte Team der Universität Mannheim auf den ersten Platz, wurde damit Sieger des Landeswettbewerbs und wird als offizieller Vertreter von SIFE Germany zum World Cup nach Washington entsendet. Für SIFE Germany gilt es beim SIFE World Cup in Washington, den Weltmeistertitel zu verteidigen: Im vergangenen Jahr hatte das SIFE-Team aus Regensburg den Wettbewerb gewonnen, der 2011 in Kuala Lumpur (Malaysia) stattfand. Zum SIFE World Cup in der amerikanischen Hauptstadt werden 2.500 Studierende, 400 Unternehmens- und 100 Hochschulvertreter aus 39 Ländern rund um den Globus erwartet. Der Landeswettbewerb 2012 von SIFE Germany fand in diesem Jahr am 13. Juni in St. Leon-Rot statt. Gastgeber für die 380 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war SAP. Aufgrund des starken Wachstums von SIFE in Deutschland wurden in diesem Jahr erstmals zur Vorauswahl zwei regionale Wettbewerbe mit insgesamt rund 600 Teilnehmern und Vertretern von 40 studentischen SIFE-Teams ausgerichtet. Gastgeber waren Talanx (Hannover) und BASF (Ludwigshafen). „SIFE Germany bedankt sich herzlich bei den Partnerunternehmen SAP, BASF und Talanx für die großzügige Unterstützung bei den diesjährigen Wettbewerben“, sagt Jörg Krell, Präsident von SIFE Germany und Leiter des Vorstandsstabs der Bayer AG.

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Über SIFE international
In der 1975 in den USA gegründeten Non-Profit Organisation SIFE sind weltweit rund 57.000 Studierende in 39 Ländern aktiv. Mit ihnen engagieren sich auch mehr als 1.600 Hochschulen und
400 Unternehmen für das gemeinsame Ziel, mit Businessmethoden die Welt positiv zu verändern. Damit ist SIFE das weltweit größte Netzwerk dieser Art. Zentrale Veranstaltungen der politisch und
konfessionell neutralen Initiative sind die jährlich stattfindenden Landeswettbewerbe und der World Cup, an dem die jeweiligen Gewinnerteams der nationalen Wettbewerbe teilnehmen. Die bei SIFE
engagierten Studierenden und Unternehmen bringen unternehmerische Projekte zum Wohl Dritter voran und verbessern damit die Welt im Kleinen.
www.sife.org

Über SIFE in Deutschland
SIFE gibt es in Deutschland seit 2003, die Organisation ist mittlerweile an 43 namhaften Hochschulen vertreten. Derzeit unterstützen 29 führende Unternehmen SIFE Germany als Sponsoren, darunter Bahlsen, Bayer, Freudenberg, KPMG, Lufthansa und SAP. SIFE Germany bietet ihnen laufend die Möglichkeit, sich in zahlreichen Projekten sowie bei den zentralen Events der Organisation zu engagieren. SIFE Germany wird von den Medienpartnern Frankfurter Allgemeine Zeitung, Personalwirtschaft und dem Wirtschaftsmagazin enorm unterstützt.
www.sife.de

 

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